Himmelreich – der Winter

Leise funkelnd, ganz bedacht,
fällt sanft der erste Schnee.
Fällt auf die Straße, auf das Dach,
schon bald erstarrt der See.

Ein Knistern, Knacken, niemals laut,
erstreckt sich durch das Land.
Bedeckt was je der Mensch erbaut,
schluckt Berge, Meer und Sand.

So eingehüllt, gefroren ganz,
erscheint es wie im Traum.
Ganz neu und rein im weißen Glanz,
erscheint nun jeder Baum.

Kein alt und auch kein dreckig mehr,
nur Reinheit, alle gleich,
der Winter stellt es wahrlich her,
das schöne Himmelreich.

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Herbst

Nimm das Glück und nimm das Leben,
nimm das letzte Blatt vom Ast.
Zieh durch’s Land, du hast den Segen,
Regen, Wind – mach bloß nicht Rast.

Je schneller du von dannen ziehst,
genieß ich’s Leben wieder mehr.
Wenn aus den Wolken nichts mehr gießt,
kommt bald der Winter wieder her.

So zieh davon, du nasser Herbst,
lass mich bloß zufrieden.
Was du uns Jahr für Jahr vererbst,
werd’ ich wohl niemals lieben.

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