Ein Gesicht – eine Geschichte

Jede Narbe, jede Falte,
erzählt von einem and’ren Tag,
mancher heiter, mancher traurig,
allein, mit vielen – für den Staat.

Der erste Schultag, die erste Liebe,
der erste Krieg, viel Leid und Tod.
Alles gegeben und dennoch verloren
viel’ kalte Nächte, viel Hunger und Not.

Der Aufschwung, der Frieden,
die Liebe sie siegt.
Ein Sohn wird geboren,
doch naht wieder Krieg.

Die Wunden sie schmerzen,
sind noch längst nicht verheilt.
Der Krieg ist gekommen,
hat beide ereilt.

Er kämpft diesmal härter,
im Kopf nur sein Kind.
Ein Schuss, eine Waffe,
sein Sohn fliegt als Asche,
weit weg durch den Wind.

Der Verlust er war schmerzlich
man sieht es ihm an.
Vor mir sitzt im Stuhle,
ein gebrochener Mann.

Sein Glück ging verloren,
sein Herz ist es auch,
und doch kämpft er weiter,
weil seine Frau ihn doch braucht.

via [http://www.flickr.com/photos/viamoi/3417420554/]