Wand und Kopf und Wand

Mit dem Kopf durch die Wand und mit der Wand im Kopf immer weiter.
Weiter durch das Weltgeschehen.
Verblendet, verstrahlt – sich keiner Schuld bewusst.
Ja, wie denn auch? Da ist ja schließlich eine Wand im Kopf.
Wie soll man denn da auch denken?
Und wieso sollte man denn auch gegen soetwas bequemes was tun?

Problem erkannt. Problem überrannt.
So eine Wand ist super praktisch. Damit lässt sich das ein oder andere
Problem gnadenlos überlaufen. Die Größeren geben zwar einen kurzen Ruck,
aber funktionieren tut so eine Wand auch dann.
Eigentlich eine super Erfindung so eine Wand.
Nur manchmal, dann wenn zwei Wand-Köpfe auf Frontalkurs gehen,
dann wird es echt ungemütlich. Es kracht und schmerzt. Ebenfalls gnadenlos.

Daraus folgt unweigerlich folgende Erkenntnis:
“Wand und Wand gesellt sich nicht gern.”
Und kurz denke ich an meine Maxime. Niemandem will ich weh tun oder Leid zufügen.
Es fängt an zu bröseln. Im Kopf. Nicht die Wand.
Wenn sich zwei Wände also nicht ausstehen können und eine Wand
aus Steinen besteht, dann füge ich ihr Schmerzen zu, wenn ich sie
im Frontalkurs kollidieren lasse.
Nein, das will ich nicht.

Ich nehme Abschied. Abscheid von meiner Wand. Stein für Stein zersetze ich die Wand in meinem Kopf.
Kurz bin ich wehmütig, doch dann merke ich, das eine Wand nur dort gut ist, wo sie nicht kollidieren kann.
Gebaut auf einem Boden. Starr und fest. Sie ist nicht für die Köpfe der Menschen gemacht.
Nicht dafür gedacht von Menschen getragen zu werden.
Erfreut über die neue Erkenntsnis laufe ich los.
Schreibe diese Zeilen und hoffe, damit noch mehr Wände einzureißen.
Für mehr Verständnis und weniger Kollisionen.

via [http://www.flickr.com/photos/canonsnapper/171439809/]

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