Der Weg

Wo du auch gehst und stehst – genieße jeden Augenblick, betrachte jedes Detail. Es geht immer nur vorwärts, niemals zurück. Jeder Moment ist einzigartig.

Und wenn du das Ende des Weges erreicht hast, dann solltest du ohne Angst durch die Tür schreiten können, die den Weg abschließt.
Bestärkt von all den schönen Momentaufnahmen, die du am Wegesrand aufgesammelt hast, solltest  du furchtlos auch diese Hürde nehmen können.

Denn es gibt kein unschönes Ende. Es gibt höchstens einen trostlosen Weg dort hin. Aber das liegt in deiner Hand, denn der Weg ist das Ziel.

via [http://twitter.com/#!/Pinguinmann_ & http://www.net-blog.net]

Hassliebe

Wenn ich dich wirklich brauche,
dann lässt du mich hängen.

Wenn ich wirklich müde bin,
bietest du mir den besten Platz am Boden an.

Wenn ich mal weine,
dann streikst du und willst mich nicht fortbringen.

Wenn ich es dann mal eilig habe,
dann kommst du später oder gar nicht.

Und wenn wir spät dran sind,
dann fährst du einen Gang runter.


Du kannst so dreckig sein. So hinterhältig und vor allem
so unberechenbar. Und trotzdem kann ich nicht ohne dich.

Das erinnert mich ein wenig an die Klischeebeziehungen aus dem
Nachmittagsprogramm der Privatsender. Vielleicht bekommen wir beide
ja auch mal eine Episode.
Unsere persönliche halbe Stunde Hassliebe. Öffentlich ausgetragen im TV.
Du – die Deutsche Bahn und ich.

via [http://twitter.com/#!/Pinguinmann_http://www.net-blog.net]

Wand und Kopf und Wand

Mit dem Kopf durch die Wand und mit der Wand im Kopf immer weiter.
Weiter durch das Weltgeschehen.
Verblendet, verstrahlt – sich keiner Schuld bewusst.
Ja, wie denn auch? Da ist ja schließlich eine Wand im Kopf.
Wie soll man denn da auch denken?
Und wieso sollte man denn auch gegen soetwas bequemes was tun?

Problem erkannt. Problem überrannt.
So eine Wand ist super praktisch. Damit lässt sich das ein oder andere
Problem gnadenlos überlaufen. Die Größeren geben zwar einen kurzen Ruck,
aber funktionieren tut so eine Wand auch dann.
Eigentlich eine super Erfindung so eine Wand.
Nur manchmal, dann wenn zwei Wand-Köpfe auf Frontalkurs gehen,
dann wird es echt ungemütlich. Es kracht und schmerzt. Ebenfalls gnadenlos.

Daraus folgt unweigerlich folgende Erkenntnis:
“Wand und Wand gesellt sich nicht gern.”
Und kurz denke ich an meine Maxime. Niemandem will ich weh tun oder Leid zufügen.
Es fängt an zu bröseln. Im Kopf. Nicht die Wand.
Wenn sich zwei Wände also nicht ausstehen können und eine Wand
aus Steinen besteht, dann füge ich ihr Schmerzen zu, wenn ich sie
im Frontalkurs kollidieren lasse.
Nein, das will ich nicht.

Ich nehme Abschied. Abscheid von meiner Wand. Stein für Stein zersetze ich die Wand in meinem Kopf.
Kurz bin ich wehmütig, doch dann merke ich, das eine Wand nur dort gut ist, wo sie nicht kollidieren kann.
Gebaut auf einem Boden. Starr und fest. Sie ist nicht für die Köpfe der Menschen gemacht.
Nicht dafür gedacht von Menschen getragen zu werden.
Erfreut über die neue Erkenntsnis laufe ich los.
Schreibe diese Zeilen und hoffe, damit noch mehr Wände einzureißen.
Für mehr Verständnis und weniger Kollisionen.

via [http://www.flickr.com/photos/canonsnapper/171439809/]

Himmelreich – der Winter

Leise funkelnd, ganz bedacht,
fällt sanft der erste Schnee.
Fällt auf die Straße, auf das Dach,
schon bald erstarrt der See.

Ein Knistern, Knacken, niemals laut,
erstreckt sich durch das Land.
Bedeckt was je der Mensch erbaut,
schluckt Berge, Meer und Sand.

So eingehüllt, gefroren ganz,
erscheint es wie im Traum.
Ganz neu und rein im weißen Glanz,
erscheint nun jeder Baum.

Kein alt und auch kein dreckig mehr,
nur Reinheit, alle gleich,
der Winter stellt es wahrlich her,
das schöne Himmelreich.

via [http://twitter.com/#!/Pinguinmann_ & http://www.net-blog.net]

Die Wissenschaft vs. das Herz

Wir können alles berechnen. Wir können alles erklären und die Wissenschaft hat auf alles eine Antwort.

Unbeachtet bleibt meist, dass nicht nur die Formeln, sondern auch die Gesichter immer länger werden.
Das einzige, was nicht länger zu werden scheint, ist die Liste der Leute, die noch zum Wir gehören.
Zu dem Wir, das noch alles berechnen kann, das noch alles versteht.

Der Rest irrt längst schon verwirrt zwischen verstehen und verzweifeln. Zwischen Wissenschaft und Glauben.
Und je mehr man mit der Zeit geht, je mehr man verstehen und wissen will, umso komplizierter denkt man. Umso komplexer werden die Denkwege und umso weniger versteht man am Ende.
Man verrennt sich immer öfter in seinem eigenen Kopf, obwohl für die Lösung meist schon ein kleiner Gedanke reichen würde. Manchmal wäre weniger einfach mehr. Manchmal sagt das Herz dem Verstand, dass Wissen nicht immer glücklich macht. Und manchmal nimmt es der Verstand an. Manchmal.

via [http://blitzartig.tumblr.com]