Ein Blick in die Seele

Ein Blick in die Seele,
Einblick in’s Gestrüpp,
der Gefühle und Wege,
die rege bewegen,
was das Herz so entzückt.

Ein Blick durch das Fenster,
ein Einfall von Geist,
ein Fall in das Treiben,
was uns täglich neu speist.

Ein Blick in die Seele,
ein Auge das reicht,
eins geöffnet,
eins geschlossen,
nicht jeder sieht was dort laicht.

Dort in euch drinnen,
da wächst es und keimt,
das Leben – über welches,
schon Goethe gereimt.

“Greift nur hinein ins volle Menschenleben!
Ein jeder lebt’s, nicht vielen ist’s bekannt,
und wo Ihr’s packt, da ist’s interessant.”

Johann Wolfgang von Goethe

via [http://www.flickr.com/photos/stephenpoff/2874657376/]

Arm und Reich

Ich bin arm,
und du bist reich.
Ich bin ein Penner,
und du ein Scheich.

Du hast Geld,
und ich leb’ schlicht.
Du hast Arbeit,
ich hab’ sie nicht.

Ich bin arm und du bist reich.

Du bist arm,
und ich bin reich.
Ich hab Freunde,
die du nie erreichst.

Ich hab Spaß,
und du ein Haus.
Ich hab’ Liebe,
da bist du raus.

Ich bin arm,
und du hast Geld.
Ich hab Glück,
du hasst die Welt.

Ich bin reich und du bist arm.
Ich lieb’ mein Leben,
bei mir im Herz ist’s warm.

via [http://www.flickr.com/photos/pshmell/4468404758/]

Ich will…

Ich will aber. Ich will, ich will, ich will…

Ich will alles schaffen,
ich will perfekt sein,
ich will alles richtig machen,
was ich mach’ soll wie geleckt sein.

Ich will immer da sein,
und überall helfen,
ich will ein Star sein,
ein Idol, wie für Kinder die Elfen.

Ich will ein Helfer sein,
Mitstreiter und Schlichter,
ich will ein Retter sein,
wie für die Seelen die Dichter.

Ich will so viel,
und steh’ im Kampf,
– mit der Zeit, meiner Planung –
aus meinem Kopf steigt schon Dampf.

Und eigentlich will ich doch nur  “Nein” sagen können.

via [http://www.flickr.com/photos/ohhector/2366343607/in/pool-342399@N23/]

Wer bist du?

Viele haben dich
und schätzen dich sehr.
Und die, die dich missen,
haben’s meist ziemlich schwer.

Fast alle wollen dich
und wer dich nicht will,
hat sich aufgegeben,
hält bedingungslos still.

Man kann dich nicht sehen,
noch kann man dich greifen.
Doch kann man dich spüren
und dein Gedanke muss reifen.

Du schufst Kriege und Elend,
warst nicht immer dran Schuld,
dein Verlust ist sehr quälend,
der Kampf für dich – fast Kult.

Freiheit – wer bist du?

via [http://www.flickr.com/photos/hermes-/2108546198/]