Hallo Eifersucht. Ich hoffe es geht dir schlecht. Gerecht wäre es zumindest,
denn du machst mir Zeitweilen ganz schön zu schaffen.
Was soll das?
Früher kam ich doch auch super ohne dich aus. Da habe ich nicht mal
einen Gedanken an dich verschwendet. Was habe ich denn so drastisch geändert,
dass du jetzt nicht mehr von meiner Seite weichen willst?
Früher war mein Gameboy doch auch voll in Ordnung,
selbst wenn die anderen schon einen mit farbigem Bildschirm hatten.
Und früher war ich doch auch mit einer 2 zufrieden und es war mir egal,
dass die halbe Klasse eine 1 hatte.
Warum meinst du jetzt also, dass du eine Bereicherung für mein Leben wärst?
Meinst du nicht, du machst mehr kaputt, als du errichtest?
Ja, sicher freut Sie sich, wenn Sie sieht, wie viel sie mir bedeutet,
aber dürfte ich das nicht bitte selber übernehmen?
Du übertreibst dabei immer so maßlos und dann wird
aus der Freude über meine Zuneigung ganz schnell Unbehagen.
Also halt dich doch bitte raus aus meinem Leben, ja?
Nein, du möchtest nicht?
Ich will aber!
Ich will dich nicht mehr.
Will deinen ganzen Zorn nicht mehr.
Auch nicht das Missvertrauen, was du mir einverleibst.
Und erst recht nicht den ganzen Streit, der aus dir hervorgeht.
Und deshalb ersetze ich dich jetzt einfach.
Tausche Eifersucht gegen Vertrauen. Zweifel gegen Liebe.
Machs gut Eifersucht.
Du wirst mir nicht fehlen.
Niemals.
Nie.
via [ http://wortkonstrukte.net ]



